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Store Mosse Nationalpark
En våt mosse i höstfärger ses under en blekgrå himmel.

Geologie

Als die mächtige Eisdecke des Inlandseises vor etwa 15 000 Jahren schmolz, entstand im Gebiet des heutigen Store-Mosse-Nationalparks und der gesamten Umgebung ein riesiger Schmelzwassersee – der Fornbolmen. Er bedeckte große Teile West-Smålands. Store Mosse und Bolmen sind Relikte dieses Sees.

Im Zuge der postglazialen Landhebung, als sich der nördliche Landesteil schneller anhob als der südliche, da er von den Eismassen stärker niedergedrückt worden war, floss das Wasser des Fornbolmen gen Süden ab. Vor ca. 12 000 Jahren schließlich fiel der riesige Schmelzwassersee trocken. Auf seinem Grund hatte sich Sand abgelagert. Der Wind hatte nun leichtes Spiel: Auf diese Weise entstanden Flugsanddünen, die sogenannten Rocknarna. Im Anschluss wurde das Klima wieder feuchter, sodass Teile des Gebietes versumpften und sich Torfmoose etablieren konnten.

Torf wird zum Hochmoor

In den Feuchtgebieten mangelt es an Sauerstoff, weshalb die Zersetzung abgestorbener Pflanzenteile gehemmt ist. Unvollständig zersetzte Pflanzen lagern sich in immer dicker werdenden Schichten ab, dem sogenannten Torf. Nach und nach wachsen die Torfschichten in die Höhe und irgendwann durchströmt das Grundwasser die mächtige Moosschicht nicht mehr und die Torfmoose werden nur noch von Niederschlagswasser gespeist. In einem humiden und kühlen Klima wie es hier im südschwedischen Hochland herrscht, setzt sich die Torfbildung dann sogar noch oberhalb der Oberfläche fort. Dabei wölbt sich das Moor auf, sodass die Torfschichten in der Mitte am mächtigsten sind. Ein Hochmoor, das all sein Wasser aus Niederschlägen bezieht, ist entstanden. Store Mosse besteht sowohl aus Hochmooren – den größten in Schweden – als auch aus Niedermooren, welche mit dem Grundwasser in Kontakt stehen.

Ausgangsgestein

Ein Teil des Ausgangsgesteins besteht aus Metabasit, der wesentlich fruchtbarer ist als Gneis und Granit. An einigen Stellen ragt er aus der Oberfläche heraus, so z.B. auf Lilla Lövö. Unter dem Niedermoor Björnekullakärret befindet sich eine Kalkschicht. Der Kalk wird durch das Grundwasser im Niedermoor verteilt und schafft auf diese Weise gute Bedingungen für kalkliebende Pflanzenarten.